Der Strandkorb
Ein spannender Blick in die Vergangenheit

Reinsetzen, zurücklehnen und die Seele baumeln lassen. Jeder der schon einmal in einem Strandkorb gesessensen hat, weiß die Gemütlichkeit und das Gefühl von Entspannung zu schätzen. Mittlerweile ist der Korb aber nicht mehr nur an den Stränden der Nord- und Ostsee zu finden, sondern auch immer häufiger im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Doch was hat der Strandkorb mit einem aufrecht stehenden Wäschekorb zu tun? Welche Rolle spielt dabei eine feine Dame? Und warum ist der Erfinder des berühmten Korbes nicht steinreich geworden? Werfen Sie mit uns einen spannenden Blick zurück in die Vergangenheit und freuen Sie sich auf interessante Fakten und Hintergründe rund um die deutsche Erfindung.

Die Geschichte beginnt!

Die Anfänge des Strandkorbes reichen weit zurück ins Jahr 1882 nach Rostock. Wichtigste Protagonisten sind der kaiserliche Hofkorbmacher Wilhelm Bartelmann und eine betuchte Dame namens Elfriede von Marzahn. Jene Dame litt damals unter Rheuma und trat mit einem ganz besonderen Auftrag an den Korbmacher. Sie wünschte sich „eine Sitzgelegenheit für den Strand als Schutz vor allzu viel Sonne und Wind“, um trotz ihrer Krankheit Urlaub an der frischen Seeluft machen zu können. Gesagt, getan! Korbmacher Bartelmann tüftelte und werkelte. Heraus kam ein aus Weiden und Rohr gefertigter Einsitzer. Geboren war der erste Strandkorb an der Ostsee, der eher wie ein „Strandstuhl“ für eine Person aussah und daher von einigen Leuten auch belustigt als „aufrecht stehender Wäschekorb“ bezeichnet wurde.

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Der Strandkorb tritt seinen Siegeszug an!

Wilhelm Bartelmann hatte es geschafft. Mit seiner Erfindung verhalf er Elfriede von Marzahn zu ihrer Urlaubsreise. Der Wind am Strand von Warnemünde konnte ihr nichts mehr anhaben. Natürlich blieb die feine Dame in ihrem gemütlichen Weidekorb nicht lange unentdeckt und wurde zum Blickfang am Strand. Und Wilhelm Bartelmann? Der konnte sich vor neuen Aufträgen kaum noch retten. Der Strandkorb hatte sich in der feinen Gesellschaft rumgesprochen. Und so machte sich Bartelmann ans Werk und verbesserte die Korberfindung Stück für Stück. Bereits ein Jahr später präsentierte er ein Modell für zwei Personen mit Fußstützen, Markisen und Seitentischen. Zum großen Erfolg des Strandkorbes trug jedoch noch eine zweite Person bei und zwar Bartelmanns Ehefrau Elisabeth. Sie hatte die Idee, dass eine Vermietung der Strandkörbe lukrativer sei als der Verkauf. Und damit behielt sie recht.

Der Halblieger kommt!

Die Strandkorbvermietung auf der einen, die Herstellung und der Verkauf auf der anderen Seite, sorgten dafür, dass der Korb für den Strand immer bekannter und beliebter wurde. Doch so geschäftstüchtig Bartelmann auch war, ein entscheidender Fehler führte dazu, dass er nie ein vermögender Mann wurde: Er versäumte es, für den Strandkorb ein Patent anzumelden, so dass Nachahmer ein leichtes Spiel hatten. Immer mehr Handwerker machten sich daran, Strandkörbe zu bauen und diese weiterzuentwickeln. So auch Johann Falk, Bartelmanns ehemaliger Geselle, der mit dem sogenannten Halblieger ein bedeutendes Merkmal der heutigen Strandkörbe schuf: Eine nach hinten klappbare Rückenlehne. Bereits im Jahr 1900 hatte sich der Strandkorb dann in allen deutschen Küstenbädern durchgesetzt und Bartelmann belieferte die gesamte Ostseeküste von Schleswig-Holstein über Mecklenburg und Pommern bis nach Ostpreußen, sowie zahlreiche Bäder an der Nordsee.

Strandkorb in braun mit Fußablage

Echte Handarbeit!

deVries-Pure-Strandkorb

Wilhelm Bartelmann sah sich nie als Fabrikant, sondern legte immer Wert darauf, Handwerker zu sein und jeden Strandkorb in Handarbeit zu fertigen. Er gilt als Vater dieser Erfindung und legte mit seinem Schaffen in Rostock den Grundstein für die spätere Strandkorbindustrie. Auch wenn die Industrialisierung viele Herstellungsschritte vereinfach hat, bis heute wird der Strandkorb noch per Hand und nicht maschinell zusammengebaut.

Allein für die charakteristische Flechtoptik benötigt ein erfahrener und geübter Korbmacher mindestens 5 Stunden. Die Ära Bartelmann ging im Jahr 1942 zu Ende, nachdem seine Werkstatt im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, der Erfolg hält jedoch weiter an. Heutzutage ist der Strandkorb nicht nur in Deutschland ein Hit, sondern auf der ganzen Welt. Kaum einer kann sich der gemütlichen Erfindung „Made in Germany“ entziehen.

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